,Frühling ~ Frühlings-Gefühle ~ Erblühen ~ Alles kommt ans Licht
Eindeutig ist das Frühjahr da.
Es blüht und grünt.
Die Stille des Winters, dieser dunklen Jahreszeit, ist nun von Vogelgezwitscher und dem rufen und jauchzen spielender Kindern erfüllt.
Die Sonne berührt uns und auch wir blühen in gewisser Weise auf.
Vielleicht erleben wir den Frühling deshalb so tief, es geht ums Erwachen.
Gleichzeitig und gerade deswegen, treten viele Dinge aus der Schattenwelt des Missbrauchs und des Krieges ans Licht. Schockierend und schwer auszuhalten, wie viel Leid einige wenige, die die Macht haben, in diese wunderschöne Welt setzen.
„Wir können die Vergangenheit nicht reparieren, aber sicher können wir die Zukunft neu gestalten“. NOA Achinoam Nini (Sängerin, Songwriterin für Frieden und Menschenrechte, Klimaaktivistin, Kulturbotschafterin, Mutter von drei Kindern)
Wir sind mit unseren Gedanken = Gebeten das Licht für diese Welt, die Zukunft und wir weben eine andere Welt mit unserem Sehnen und Geben. Jeder kleinste Funke ist kostbar, der für eine lebensdienlichere Welt leuchtet. Es gibt eine Welt jenseits dessen, was sich gerade abspielt. Eine Welt des Friedens entsteht oft leise in unseren Gebeten, unser Wahl, etwas mit großem Verständnis, Respekt und Mitgefühl zu verwirklichen.
Es ist der Friede in uns mit unserem Schicksal, unserer Geschichte, unserer Lebenseinstellung.
Als Leonie, Simon und Stefan starben, wusste ich, dass Geschenke und Wunder daraus hervorgehen würden.
Immer wieder erkenne und spüre ich diesen Segen.
Ich wusste nicht, wie ich mit dem immer wiederkehrenden Schmerz umgehen würde, doch ich wusste, es wird lichtvoll sein.
Der Weg sie zu vermissen, sie frei zu geben, hat mich weich werden lassen. Ich kann mich hingeben, denn ich weiß, es wird mich wachsen lassen an Liebe, Vertrauen, Zuversicht auf das Leben in jedem Moment.
Und auch, wie sehr ich bete, dass Frieden sei.
In allen Menschen.
In allen Menschen mit Schuldzuweisungen, Rache und Hass,
in Menschen mit Schuldgefühlen,
in Menschen die Krieg vorantreiben,
Menschen, die unbewusst sterben, Menschen die hungern, krank sind und verzweifelt.
Hier ein bemerkenswertes Gedicht von Erich Kästners aus dem Jahre 1929
„Fantasie von übermorgen“
Und als der nächste Krieg begann
da sagten die Frauen: Nein
und schlossen Bruder, Sohn und Mann
fest in der Wohnung ein.
Dann zogen sie in jedem Land
wohl vor des Hauptmanns Haus
und hielten Stöcke in der Hand
und holten die Kerls heraus
Sie legten jeden über's Knie
der diesen Krieg befahl:
die Herren der Bank und Industrie,
den Minister und General.
Da brach so mancher Stock entzwei
und manches Großmaul schwieg.
In allen Ländern gab's Geschrei,
doch nirgends gab es Krieg.
Die Frauen gingen dann wieder nach Haus
zu Bruder und Sohn und Mann
und sagten ihnen: der Krieg sei aus.
Die Männer starrten zum Fenster hinaus
und sahen die Frauen nicht an ...
